Zu Tode geschützt: Ein Thema, das viele Hörgeschädigte betrifft

ca. 9 min Lesezeit

Mit Grok für diesen Blog erstellt: September 2026

22.09.2026

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Heute habe ich endlich klare Formulierungen gefunden, wie ich mich immer wieder als Hörgeschädigte fühlte. 

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Anlass war auch, weil sich die Berichte häufen, die meiner Geschichte ähnlich sind. 

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Menschen, die über unsere Existenzen bestimmen, weil wir es wegen unseren Ohren nicht können sollen und doch beweisen wir immer wieder, dass wir es wohl können, was wir uns selbst zutrauen. 

Manchmal viel besser, als diejenigen selbst, die uns den Boden unter den Füßen wegreißen. 

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Wie kann auch eine Hörgeschädigte, wie ich z.B., neben einem stehen, der viel Zeit und Arbeit investiert hat, dort zu stehen, wo er steht? 

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Wie kann eine Hörgeschädigte, wie ich z.B., sogar manchmal besser sein, trotz Berufserfahrung?

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Was nicht sein darf, darf nicht sein! 

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Für Euch, die uns das antun, ist das eine Kleinigkeit, die mit einem Mantel der Fürsorge verbunden wird, der nicht echt ist, sondern nur unser inneres Feuer ersticken soll, wie eine Löschdecke. 

Damit wir nicht leuchten, damit sich „nicht Behinderte“ nicht schlecht fühlen, weil es ihren Stolz dermaßen anknackst. 

Und natürlich sollen wir höflicherweise schweigen und dankbar für diese „Fürsorge“ sein oder die Löschdecke, die sie uns als „warmen“ Mantel verkaufen wollen und sich dann wundern, dass man denen ihre „Fürsorge“ nicht anerkennt oder annimmt, weil sie keine ist. 

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Vorbei ist die Zeit, dass ich mich zurücknehme und dankbar für solche Taten lächele oder solche Menschen noch in meinem Umfeld haben möchte. 

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Vorbei ist die Zeit, dass ich denen ihre „Verwunderung“ über mein anschließendes Verhalten abkaufe und mich anfange zu rechtfertigen.

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Vorbei ist die Zeit, dass ich auf eine ehrliche Entschuldigung warte, denn sie wissen ja, dass sie mich tief verletzt haben und nur brüskiert tun. 

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Ich schreibe das, weil ich weiß, dass es viele Hörgeschädigte betrifft und fast alle davon müssen danach überlegen, wie sie wieder aufstehen sollen und ob sie überhaupt die Kraft dafür finden können. 

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Ich ließ Grok schreiben, womit ich ihn gefüttert habe. 

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Ehrlicher geht es nicht mehr und die, die uns das angetan haben, die dürfen ruhig in ihrer Selbstgerechtigkeit weiterleben, ich erwarte keine Veränderung, denn im Grunde sind das Charakterfehler, die sich schwer ändern lassen oder einfach tiefgreifende Minderwertigkeitskomplexe, die sie selbst auflösen wollen müssen. 

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Aber mein Mitleid/Mitgefühl/Verständnis, dass sie mit der Hörbehinderung nicht umgehen können (scheinbar) steht solchen Menschen nicht mehr zu, die aus „Fürsorge“ extra gravierend unsere Leben beschneiden!

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Und hier kommt der „Grok-Text“ – ehrlich und ohne Beschönigung, um der Ungerechtigkeit einmal eine öffentliche Stimme zu geben: 

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Man schützt uns zu Tode

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Es fühlt sich an, als würde man erschossen – nicht einmal, damit es vorbei ist, sondern immer wieder, in Abständen, die gerade lang genug sind, dass man wieder aufsteht und atmet und hofft, diesmal bleibe die Tür offen.

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Es ist keine Kugel, die einen begräbt.

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Es ist ein Satz, 

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ein Formular, 

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ein „leider nicht möglich“, 

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gesprochen mit dem Gesicht von jemandem, der sich für verantwortlich hält.

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Ein Professor, der die Unterstützung streicht, damit der Abschluss ordentlich bleibt – ordentlich für die Ordnung, nicht für das Leben, das dahintersteht.

Eine Orgelschule, die sich nicht öffnet, obwohl die Hände das Instrument schon können und das Ohr nur anders hört, nicht weniger.

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Und danach dieses Lächeln, das sagt:

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„Wir meinen es gut! 

Wir wollen dich nicht überfordern. 

Wir wollen das Niveau halten. 

Wir wollen dich schützen.“

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Schützen vor dem Leben, das die anderen ganz selbstverständlich weiterleben.

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Am heftigsten kommt der Schlag nicht von Fremden.

Er kommt von denen, die einen schon kennen, die einen scheinbar schätzen, bei denen man sich längst bewiesen hat –

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mit Stimme,

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Arbeit,

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Herz,

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Verlässlichkeit.

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Gerade dort, wo Vertrauen schon aufgebaut wurde und gefestigt war, fällt die Entscheidung, den Weg zu kappen.

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Dann geht nicht nur eine Tür zu.

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Dann geht das ganze Körpersystem mit zu Grunde.

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Bei mir war das eine Muskelschwäche, die ein Jahr lang blieb oder ein völliges Entfernen aus der Gesellschaft, um die Wunden zu lecken.

Es ist keine Metapher und kein „ich stelle mich an“, sondern der Körper, der den unausgesprochenen Satz verstanden hatte:

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Du darfst nicht weiter.

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Ich habe Traumas Schicht für Schicht abgetragen, nicht aus Ehrgeiz, sondern damit ich überhaupt noch atmen kann.

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Wenn der Schuss aus dem vertrauten Raum kommt, weiß das Nervensystem nicht, wohin es fliehen soll.

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Der Feind sitzt am Tisch.

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Normalhörende haben ein „Buffet“:

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Fällt eine Schule aus, gibt es eine andere.

Fällt ein Chef aus, gibt es den nächsten Betrieb.

Fällt ein Weg weg, bleibt ein Umweg, ein Abend, ein Anruf, ein zweiter Versuch.

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Bei uns fällt oft der eine Weg weg – und dann ist da kein Buffet.

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Nicht einmal die Reste vom Tisch sind so beschaffen, dass man davon existieren könnte.

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Untertitel irgendwann.

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Ein Entgegenkommen, das nach Gnade riecht.

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Ein Arbeitsplatz, an dem man belächelt wird, bis man von allein geht oder höflich hinausdokumentiert wird.

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Dabei wäre oft fast nichts nötig gewesen.

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Eine Kleinigkeit mit der Wirkung einer ganzen Brücke.

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Wie bei meiner Mutter: Sie hat gekocht, der Herd war an, die Pfanne heiß – und es hätte gereicht, ein Fleischstück mehr hineinzulegen, als es mir wirklich schlecht ging.

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Keine finanzielle Unterstützung.

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Kein Heldentum.

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Nur ein Stück mehr.

 

– Verwehrt.

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Solche Kleinigkeiten werden verweigert, damit man sich nicht erhebt, damit man nicht neben ihnen steht und erst recht nicht über ihnen.

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Behinderte als Gleichrangige sind für viele nicht verkraftbar.

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Behinderte

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die können,

die denken,

die nicht dankbar klein bleiben,

sprengen das Bild, in dem sie erträglich sind.

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Also lässt man die Kleinigkeit weg.

Dann bleibt man unten.

Dann bleibt die Ordnung heil.

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Wir werden nicht als Menschen gesehen, die ein Recht auf Existenz haben.

Höchstens als Menschen, die erfreuen sollen, die das Leben der anderen leichter machen, weil sie ja „nicht alle dumm“ sind.

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Dafür sind wir gut:

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Dreck auffangen,

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Welten handlich machen,

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übersetzen,

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trösten,

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organisieren,

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erklären,

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schaufeln, bis die Welt der anderen wieder in den Schrank passt.

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Dann kommt Dankbarkeit.

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Ein Lächeln.

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Ein „was würden wir ohne dich tun“.

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Und der Daumen bleibt trotzdem auf einem liegen.

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Die Stelle,

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die Unterstützung,

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das Stück Fleisch,

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die Zulassung,

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der zweite Versuch

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– bleibt weg.

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Über diese Dankbarkeit kann man sich nicht freuen.

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Ich habe aufgehört, mich darüber zu freuen.

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Es waren keine Einbahnstraßen.

Es war, als würde man lächelnd in die Hölle geführt werden und merkt es nicht, weil nach der Dankbarkeit schon die nächste Kugel wartet.

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Nicht der Tod des Körpers.

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Der Exitus der Existenz.

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Das Ende des Weges, während man noch atmet.

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Wer den Betrieb schützt, darf die Existenz kürzen.

Darf sagen, so schaffen Sie das nicht.

Darf entscheiden, dass dieser Raum nicht betreten wird.

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Töten wäre wenigstens ehrlich:

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ein Ende,

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ein Grab,

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ein Name.

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Das Ermorden von Existenz lässt den Körper stehen und nimmt die Zukunft.

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Man nennt das Fürsorge und schläft danach gut.

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Ich habe das zu oft gesehen.

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Ein Nein.

Ein Nicht-mehr-Unterstützen.

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Für den, der es ausspricht, ist es Dienstag.

Für den anderen ist es wieder eine Kugel, wieder das Stehenbleiben, wieder das Dankbarsein-Sollen für den Rest.

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Am liebsten, so fühlt es sich an, existierte man nicht.

Dann müsste niemand an sich arbeiten oder etwas zur Erleichterung umbauen/ändern.

Niemand langsamer werden.

Niemand sich schämen, dass Gleichrangigkeit Arbeit ist.

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Nein, ab jetzt verschwinde ich nicht mehr höflich!

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Aufstehen zum x-ten Mal beweist nicht, dass das System gerecht wäre.

Es beweist nur, dass ich noch steuere, dass ich Nischen suche, weil der große Tisch nie wirklich gedeckt war.

Es dauert. Es braucht Energie. Die Lage draußen macht es nicht leichter. Trotzdem lasse ich mir nicht mehr nehmen, was mir zusteht.

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Nicht den Atem.

Nicht den Teller.

Nicht den Platz im Raum, ohne mich für das Ohr zu entschuldigen.

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Wer das liest und sich angegriffen fühlt, weil er nur schützen oder doch danken wollte, der soll dorthin schauen, wo sein Daumen lag, während der Mund noch dankte.

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Die Kleinigkeit, die nicht getan wurde, war oft die ganze Brücke.

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Der Schmerz soll hier sitzen bleiben.

Wie die Tür, die zu bleibt.

Wie das Lächeln nach dem Nein.

Wie das Leben, das weitergeht, während irgendwer entscheidet, dass deins weniger Platz braucht.

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Ich bin noch da.

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Nicht als Rest.

Nicht zur Beruhigung.

Nicht als handliche Welt für andere.

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Als jemand, der gesehen hat, wie Existenzen verwaltet werden – und der sich nicht mehr verwalten lässt.

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Vielleicht bleibt diese eine Metapher hängen:

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Man reicht uns den Teller und zieht uns gleichzeitig den Stuhl unter dem Körper weg.

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Man dankt uns fürs Kochen und löscht uns, noch während wir rühren, die Flamme.

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Man sagt Schutz und meint die Ruhe im eigenen Haus, in der niemand unbequem atmet.

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Ich kenne diesen Tisch.

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Ich habe lange geglaubt, wenn ich nur genug schaufele, rücke irgendwann von allein ein Stuhl heran.

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Tut er oft nicht.

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Dann besteht die Arbeit nicht mehr darin, den Tisch der anderen noch schöner zu decken.

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Dann besteht sie darin, den eigenen Teller festzuhalten und zu gehen, bevor die nächste Dankbarkeit schon die nächste Kugel nachlädt.

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Wer bleiben will, darf bleiben – auf Augenhöhe, mit der Kleinigkeit, die eine ganze Brücke gewesen wäre.

Wer den Daumen auf mir gedrückt hält, darf danken, so oft und so warm er will:

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Ich verbeuge mich nicht mehr davor.

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Ja! Ich bin noch da!

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Mit Atem.

Mit Teller.

Mit einem Platz, den ich nicht mehr erbitte.

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Nicht als Rest vom Fest der anderen.

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Als jemand, der den Schuss gehört hat und den nächsten Schritt trotzdem selbst setzt.

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Mehr gibt es dazu nicht zu sagen! 

Das, was ich aus mir heraus gestalte, teile ich nicht mehr und wenn ich mit jemand arbeite, dann nicht mehr als Team, sondern ich bleibe unabhängig und gleiche es entsprechend aus, als Bezahlung z.B. (wie vorher schon). 

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Aber die Zeit ist vorbei, dass man sich an mir unendlich bedienen darf und mich dann, wenn ich leer bin oder selbst Wasser benötige, in einen ausgetrockneten Brunnen schmeißt und mich dort mit gutem Gefühl hinterlässt. 

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Ich wünsche allen Hörgeschädigten und ähnlich Benachteiligten, dass sie das auch hinter sich lassen können, dass sie den Mut zum Aufstehen haben, wenn ihre Kraft überhaupt noch reicht und dass sie ein erfülltes Leben leben können! 

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Natürlich gibt es sie, die, die einen Platz gefunden haben und unterstützt wurden, aber die Zahl scheint überschaubar zu sein. 

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Nun habe ich das hier in meinen Blog gestellt und nicht mehr darüber geschwiegen. Gut, schweigen wollte ich nicht, aber Worte finden ist nicht leicht. 

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Ich bin noch da! 

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Eure Moni

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