22.12.2025
Ur-Auftritt beim "Weihnachts-Nachtcafé"
im Chawwerusch-Theater in Herxheim
am 19.12.2025 um 21 Uhr
Es ist getan!!! Juhu!!!
Die letzten beiden Nächte konnte ich noch gar nicht schlafen, weil ich erst „runterkommen“ musste. Ich war noch so überdreht und aufgeputscht, dass ich erst gegen Sonnenaufgang schlafen konnte.
Heute bin ich dann gegen Mittag aufgestanden und als ich aus dem Fenster geschaut hatte, hat mich die Sonne warm und herzlich angelacht… ja, sie hat mich so richtig zum Rausgehen gerufen.
Gleich bin ich zu meinem Mann gegangen und habe ihn nach der Guten-Morgen-Begrüßung gefragt, ob wir uns nicht ins Auto setzen wollen, um eine Pfalztour zu machen.
„Oder aber“, sagte ich, „könnten wir doch auch in Speyer einen Kaffee trinken gehen, wie wir es so gerne mögen!“
Etwas mehr als eine halbe Stunde später saßen wir im Auto und fuhren, von der strahlenden/Wärme umhüllenden Sonne begleitet, zum Weihnachtsmarkt nach Speyer.
Ja, immer noch war eine große Freude nach meinem ersten Auftritt in meinem Herzen, für den ich alle „Welt in Bewegung“ setzte und trotz Krankheit, trotz kaputter Orgel, trotz „miserablen“ Proben, trotz anfänglichen Bedenken meiner beiden Liebsten, die sich Sorgen machten, dass ich danach vielleicht traurig sein könne, trotz allem was sich nur in den Weg stellen wollte… ich war felsenfest davon überzeugt, dass ich da rauf musste!
Und ich sagte in den letzten Tagen davor auch zu meiner Freundin M., dass man im Notfall meine toten Knochen da raufkarren soll! Denn ich wollte die ganze Arbeit nicht umsonst sein lassen. Nein, das wollte ich nicht zulassen!
Und deshalb bin ich noch stolzer auf mich, als ich sowieso schon sein sollte, weil ich einfach allen Widrigkeiten getrotzt habe und ich war zwar schon immer eine, die für Abenteuer zu haben war, aber wenn sich viele Anzeichen in dieser Art geäußert hatten, hatte ich auch schon oft den Mut verloren.
Und diesmal nicht!!!
Diesmal habe ich mich nicht beirren lassen, von nichts und niemand und es durchgezogen!
Und ich wurde so belohnt! Ich habe so viel Freude, Liebe und Glückseligkeit erfahren, so viele Dankeschöns bekommen und ich bin wieder ein ganzes Stück an meinem Selbst gewachsen.
Was mir an meinem Auftritt mit am Wichtigsten war, (vielleicht kann das jemand von Euch gut nachvollziehen…):
Ich habe das ganz alleine für mich durchgezogen!
Ohne, dass ich es mit jemand teilen musste, ohne, dass es „Nutznieser“ gab, ohne dass mich dabei jemand aufhalten konnte oder mir Steine in den Weg legen konnte und ich habe für mich ganz alleine ein Ziel gehabt und durchgezogen.
Das ist neu für mich!
Ich habe fast mein ganzes Leben lang immer nur auf andere geachtet und für sie alles getan, was ich konnte und für mich selbst, habe ich es nie geschafft. Doch, die Hochzeit, aber die war ja zuerst mit dem Fokus für die Familien, Freunde und Verwandten… die hat sich ohne Ziel aus sich heraus entwickelt, was mit dem „Roten Kleid“ anfing, aber geplant und ganz gezielt darauf hingearbeitet, habe ich da nicht für uns.
Ich habe immer alles geteilt… und damit zerteilt. Für mich blieb dann oft nichts übrig und Ihr kennt das vielleicht auch, aus Dankbarkeit wurde dann so eine komische Umkehrung… man hat mich dann einfach abschütteln wollen… eine Kleinigkeit hat irgendwen aufgestoßen und das wurde dann schon zum Anlass genommen, sich sauertöpfisch zu verhalten und mir den Rücken zu kehren. (Ich weiß, dass es ganz viele kennen, die gerne geben, deshalb schreibe ich das hier rein, weil ich mich von vielen verstanden fühle)
Oder, weil man sich ja mit mir als Hörgeschädigte „schmücken“ kann (nein konnte!), hat man natürlich mit mir angegeben (weshalb ich bis vor 3 Jahren Lob überhaupt nicht ausstehen konnte), aber das waren letztendlich immer hohle Phrasen und war überhaupt nichts, wovon ich zerren konnte oder so, das war ja nicht echt, das war nur in diesem Moment für die Person eine Art „Selbstprahlerei“.
Das hat sich ebenfalls auch hier in Herxheim geändert… es umgeben mich immer mehr „ehrliche“ Menschen, die mich mögen, wie ich bin, ohne sich an mir hoch zu reiben und ich habe mir angewöhnt, ab und zu mal bisschen „nicht ganz zu nett“ zu sein und bisschen „anstoßende“ Ansichten geteilt, damit sie mich nicht nur „nett“ mögen, sondern ich wollte hier eine „bewusste“ Entscheidung sein, wenn man sich mit mir gerne umgibt (als Moni, nicht als Schwerhörige).
Ja, und eben der nächste große Schritt für mich selbst, war eben der Auftritt, von dem außer mir und meiner Familie, sonst niemand etwas direkt hatte. Also natürlich habe ich meine Liebe geteilt und meine Dankbarkeit, aber das ist dann alles auch zu mir direkt zurückgekommen und nicht über Umwege und das war für mich eine meiner bisher größten persönlichen Entwicklungen.
Also für mich selbst einzustehen, ein Ziel bis zum Ende zu verfolgen, egal welche Widrigkeiten sich mir in den Weg stellten und ganz fest auf mich zu vertrauen, egal wer mich „aus Schutz“ davon abbringen wollte und ich wollte es „alleine“ auf die Beine stellen! Ja, mit Gesangslehrerin, aber ich habe sie ja dafür bezahlt und diesmal war es mir wichtig, dass sie meinen Wünschen nachgeht und nicht nur den Unterricht gestaltet, wie sie das wollte, weil „sie es besser wüsste, was mir gut tun würde“, nein, sie war wirklich an meiner Seite und ist meinen Wünschen nachgegangen (Venicia Rasmussen aus Karlsruhe) und hat mich ohne Ablenkung an diesem Lied üben und wachsen lassen („Ave Maria“ von Schubert), damit ich meinen Traum auch wahr werden lassen konnte.
Eine häufig von ihr wiederholte Aussage brannte sich in mir ein: „Du hast schon alles! Vertraue Dir! Du bist so ein wunderbarer Mensch mit so einer tollen Stimme und Dein Körper weiß, was er tun muss!“
Ja, so aufgebaut in meinem Vertrauen zu mir selbst – das ist also „Selbstvertrauen“! – das kannte ich in dieser Form für mich nicht. Ich dachte immer, das wäre Egoismus, für sich selbst etwas zu wollen, weil ich solche Muster seit Kindheit entwickelt hatte… nein… ich weiß es für andere, dass es gesunden Egoismus gibt, der wichtig ist, und der eigentlich „Selbstvertrauen“ heißt, aber selbst fühlen macht den Unterschied!
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Der Tag war ein mehrfaches „Outcoming“, wie man heute so sagt:
1. Offenlegung meiner Wege und Hörentwicklungen über diesen Blog
2. Mit dem Begrüßungstext habe ich mich an Herxheim und alle gewendet, denen ich dankbar bin
3. Meine „Stimme“ im Solo erklingen lassen, als Uraufführung und zwar gleich mit einem anspruchsvollem Lied
4. „Ich denk an Dich“ mit meiner Tochter im Duett uraufgeführt, welches ich für meinen Vater komponiert habe, weil er genau dann im Krankenhaus lag, als sie die „Lockdowns“ durchgeführt hatten und wir ihn nicht mehr hätten besuchen dürfen. So wollte ich, dass er mich täglich hören könne!
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Leider hat die Aufnahme nicht gut funktioniert und das Abspielgerät sich geweigert, die Datei anzunehmen und abzuspielen. Aber weil es zwei Tage später plötzlich nun doch hieß „Abschied“ zu nehmen, hatte ich es ihm „ungeübt“ (ohne Gesangsunterricht damals) vorgesungen und unter Tränen so gut ich konnte zum Besten gegeben.
Er hat sich trotzdem gefreut und unter Morphium gesagt, dass ich es schön gesungen hätte. Mein Vater war immer derjenige, der meine Musik in jeder Form genossen hatte, auch schon, als ich damals mit dem Akkordeon angefangen hatte (mit 10 Jahren).
Aber auch das habe ich mit Venicia Rasmussen üben können, weil es mein Wunsch war, es einmal in „schön“ vortragen zu können, nicht mit dieser unkontrollierten Stimme, nicht unter Tränen gebrochen, sondern wirklich als Gruß, mit der Freundlichkeit, mit der ich das Lied komponiert habe!
Mein Mann hat ein Video aufgenommen, aber weil ich im Spotlight stand und er es nur frontal mit einer Kamera aufgenommen hatte, erkennt man meine Mimik und alles nicht, weil ich völlig überbelichtet bin… wie ein Engel eben ;-).
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03.02.2026
Ein herzliches Dankeschön an:
Danilo Fioriti
Nachtcafé – Leitung Chawwerusch – Theater
Vielen lieben Dank, dass ich teilnehmen durfte und Du mir ermöglicht hast, diesen Traum zu verwirklichen!
Auch, dass ich einen Vortermin mit Dir vereinbaren durfte, damit ich sehen konnte, was ich noch brauche!
Augusto Madrigal Sanchez
und
Georg Seyboldt
Technik Chawwerusch – Theater
Dankeschön, dass Ihr uns beim Auf- und Abbau, während dem Auftritt und bei der Vorprobe geholfen habt, dass es uns gelingen konnte, was wir uns vornahmen!
Pfarrerin Beate Rahm
Vielen, vielen lieben Dank, dass ich zweimal in der Kirche proben durfte, damit ich auch sicher werden konnte!
Maike G.
Meine beste Freundin
Ich danke Dir, dass Du mir vorher schon immer wieder ganz viel Mut gemacht hast und dass Du die lange Fahrt auf Dich genommen hast, um mich zu unterstützen und einfach bei mir zu sein!
Als ich von der Bühne gekommen bin, hast Du mich mit einem unvergesslichen und für mich bei Dir noch nie gesehenen Ausdruck in Deinem Gesicht, Deinen Augen und Deinem ganzen Körper empfangen.
Du hast so vollständig aus Dir herausgestrahlt! Du sahst ganz hin und weg, erstaunt, bewundernd aus und dazu setztest Du eine ganze Portion liebevollen Stolz drauf!
Du hast gesagt, dass es das bisher Mutigste war, was ich bisher je getan hätte.
Marc Donner
Buchen / Odenwald
Ohne Dich und Dein Team wäre ich gar nicht da oben gestanden!
Es ist ein gemeinsamer Erfolg! Beim nächsten Besuch feiern wir das! 😉
Bettina B.
Stimmtraining und Seminare
Du bist der zweite Hauptfaktor für meinen Erfolg. Ohne die gemeinsamen Forschungen und Trainings wäre so ein Auftritt nie möglich gewesen!
Venicia Rasmussen
Danke, dass Du in mein Leben getreten bist, um meine ganz persönliche Träume zu erfüllen, nämlich diese beiden Lieder auf die Bühne zu bringen, so gut, wie ich es kann.
Du hast meine beiden persönlichen „Trauerlieder“ in das umgewandelt, was sie sein sollen, nämlich wunderbare Erinnerungen und Gefühle!
Das hat mir bei meiner Selbstheilung extrem geholfen, denn nun haben wir zwei Trigger (PTBS) mit Stolz, Freude und Vertrauen überschrieben.
Du warst außerdem sehr geduldig mit mir und hast nicht abgelenkt von unserem Tun, sondern kontinuierlich das Ziel mit mir verfolgt!
Außerdem möchte ich auch den Südpfalzlerchen danken, weil ich von ihnen so viel Lernen durfte, dass ich mir „heimlich“ ganz viel abgeschaut habe und immer mehr Mut dazu fand, dort überhaupt hinaufzugehen. Hinter den Kulissen habe ich Euch zwar unterstützt, bewundert, angefeuert, mit Euch gesungen, getanzt und gelacht und ich durfte Eure Kostüme nähen/anpassen (danke Carmen für Dein Vertrauen!), aber eigentlich habt Ihr mich mit Euren Herzen aufgenommen und meine schönen Jugenderinnerungen in mir wieder aufflammen lassen. Mit Euch kann ich das, was ich früher liebte, wieder erleben!
Ebenfalls bedanken möchte ich mich bei denen, die extra wegen mir gekommen sind:
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Karin F. und Manfred ihrem Ehemann
Melanie und Magdalena
Beate und ihre Nichte
Chr. Strehle mit ihrem Ehemann
Jessica
Liam
Luise G.
und die vielen lieben, die mir vorher ganz viel Toi, Toi, Toi gewünscht haben!
Liebe Moni,
es ist so bewundernswert, wie du mit so viel Mut und Entschlossenheit dein Ziel verfolgt und nicht aufgegeben hast. Deine Hingabe und Ausdauer sind wirklich inspirierend und haben Dich dort hingebracht, wo Du jetzt bist. Genieße diesen Moment. Du hast es dir so verdient und ich freue mich riesig für Dich.
Ich bin schon sehr auf das Video gespannt.
Fester Drücker und liebe
Grüße Helene
Liebe Helene,
ich drücke Dich auch ganz feste und freue mich, dass Dir die Lieder so gut gefallen und Dich emotional abgeholt haben.
Bis bald!
Von Herzen
Moni