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16.06.2026
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Einleitende Zusammenfassung Nigredo-Durchlebung
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Teil 1 – Was im Gehirn und Nervensystem bei intensiven Träumen passiert
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Sehr intensive und real wirkende Träume entstehen vor allem in der REM-Schlafphase.
In dieser Phase ist der präfrontale Kortex (zuständig für rationale Bewertung und Realitätsprüfung) stark heruntergefahren, während die Amygdala und das limbische System deutlich aktiver sind.
Dadurch können emotionale und sinnliche Inhalte extrem lebendig erlebt werden – manchmal so real, dass Gerüche, Berührungen oder starke Körpergefühle wahrgenommen werden.
Solche Träume sind oft kein Zufall.
Das Gehirn nutzt den REM-Schlaf, um emotionale Erlebnisse zu verarbeiten und zu sortieren.
Besonders bei Themen wie Verlust, familiärer Bindung oder ungelösten Konflikten kann das Nervensystem alte emotionale Ladungen im Traum noch einmal aktivieren.
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Allerdings kann ein sehr intensiver Traum das autonome Nervensystem stark aktivieren.
Nach dem Aufwachen bleibt häufig eine erhöhte Sympathikus-Aktivität bestehen.
Das bedeutet, dass der Körper noch in einem leichten Alarmzustand sein kann.
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Die Stressachse (HPA-Achse) kann kurzfristig aktiviert bleiben, und die Verbindung zwischen dem präfrontalen Kortex und der Amygdala ist noch nicht wieder voll reguliert.
Viele Menschen fühlen sich danach innerlich aufgewühlt, erschöpft oder „nicht ganz bei sich“.
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Was Regulationstechniken biochemisch bewirken:
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Bestimmte Übungen können dem Nervensystem helfen, wieder in einen regulierteren Zustand zu kommen:
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- Langsame, tiefe Bauchatmung (z. B. Dantian-Atmen) stimuliert den Vagusnerv. Dadurch wird der Parasympathikus aktiviert, die Herzfrequenz sinkt und die Cortisol-Ausschüttung wird gedämpft. Gleichzeitig verbessert sich die Verbindung zwischen dem präfrontalen Kortex und der Amygdala.
- Leichte körperliche Bewegung hilft dabei, aufgestaute Stresshormone abzubauen und die Körperwahrnehmung wieder zu stabilisieren.
- Strukturierte Nachbearbeitung (z. B. durch aktive Imagination oder bewussten Dialog mit Traumbildern) aktiviert den präfrontalen Kortex. Dadurch wird die emotionale Ladung des Traums schrittweise herunterreguliert.
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Ohne solche bewusste Regulation kann das Nervensystem länger in einem erhöhten Erregungszustand bleiben, als es dem Menschen guttut.
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Teil 2 – Wie ich mit diesem Traum umgegangen bin
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Der Traum war ungewöhnlich intensiv.
Ich konnte meinen Vater nicht nur sehen, sondern ihn auch riechen und seine Haut spüren, als ich ihn berührte.
Gleichzeitig war da dieses Bild der kaputten Haustür, die nicht mehr richtig schloss, und meines Bruders mit den schwarzen Wölfen im Hof.
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Statt den Traum nur aufzuschreiben oder zu analysieren, bin ich bewusst wieder in ihn hineingegangen.
Ich habe eine geschützte Situation geschaffen:
Ich habe eine Kerze angezündet, meinen Raum energetisch abgeschlossen und vorher ein paar kurze Vagus-Übungen gemacht.
Dann bin ich innerlich wieder in das Bild des alten Hauses zurückgegangen.
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Dort habe ich mit den Wölfen gesprochen. In der Visualisierung habe ich das alte Haus durch die kaputte Tür verlassen – zusammen mit den Wölfen und dem Hund.
Wir sind gemeinsam den Weg entlanggegangen, bis ich bei meinem jetzigen Zuhause angekommen bin.
In diesem Bild wurde mir sehr klar, dass mein eigentliches Zuhause hier ist – bei meinem Mann und meiner Tochter.
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Das hat sich für mich nicht nur symbolisch angefühlt.
In den Tagen danach konnte ich spüren, dass sich etwas verschoben hatte.
Ich habe danach bewusst dafür gesorgt, dass die Energie wieder bei mir ankommt:
Ich habe meinen Dantian aktiviert, bin spazieren gegangen und habe mir Zeit genommen, bis sich die innere Aufwühlung wieder gelegt hat.
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Teil 3 – Alchemischer Blick auf diesen Traum
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Dieser Traum steht klar in der Nigredo, der schwarzen Phase der Alchemie.
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In der Nigredo geht es um Zerfall, Verwesung und das bewusste Zulassen, dass etwas Altes stirbt und sich auflöst.
Das alte Elternhaus, die kaputte Tür und der Zustand des Verfalls sind klassische Nigredo-Symbole.
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In der Alchemie wird die Nigredo nicht als etwas gesehen, das man möglichst schnell hinter sich bringen sollte.
Sie gilt als eine der wichtigsten Phasen, weil hier die alte Substanz wirklich zersetzt wird.
Was in der Nigredo nicht bewusst durchlebt wird, bleibt oft als unaufgelöste Bindung oder energetische Verstrickung bestehen.
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Was diesen Prozess besonders wirkungsvoll gemacht hat, war, dass ich ihn bewusst begleitet habe.
Indem ich in die aktive Imagination gegangen bin, das Haus verlassen und die Wölfe als Begleiter mitgenommen habe, habe ich die Nigredo nicht nur durchlitten, sondern gestaltet.
Ich habe einen bewussten Abschied vollzogen – nicht aus Wut, sondern aus Klarheit.
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In der Alchemie wird gesagt, dass die Nigredo dann besonders kraftvoll wirkt, wenn sie bewusst durchlebt wird.
Dann kann das, was zerfällt, wirklich zu Humus werden – zu etwas, aus dem Neues entstehen kann, ohne dass man noch daran hängt.
Die Visualisierung, in der ich das alte Haus verlassen habe und bei meinem jetzigen Zuhause angekommen bin, war genau solch ein bewusster alchemischer Akt.
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Teil 4 – Carl Gustav Jung über die Nigredo und die bewusste Auseinandersetzung mit dem Schatten
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Carl Gustav Jung hat die alchemistische Nigredo als psychologische Phase der Konfrontation mit dem Schatten und der notwendigen Auflösung der alten Persönlichkeitsstruktur verstanden.
Für ihn war die Nigredo kein zufälliger Zusammenbruch, sondern ein notwendiger Teil der Individuation.
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Jung schrieb dazu:
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„Man wird nicht dadurch erleuchtet, dass man sich Lichtgestalten vorstellt, sondern dadurch, dass man das Dunkel bewusst macht.“
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Dieses Zitat beschreibt sehr treffend, was in der Nigredo geschieht:
Es reicht nicht, nur „das Positive“ oder „das Licht“ zu suchen.
Die bewusste Auseinandersetzung mit dem Dunklen, mit dem, was zerfällt und wehtut, ist unvermeidlich, wenn echte Verwandlung stattfinden soll.
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Ein weiteres zentrales Zitat von Jung lautet:
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„Bis du das Unbewusste bewusst machst, wird es dein Leben lenken und du wirst es Schicksal nennen.“
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In der Nigredo wird genau das Unbewusste – alte Familienmuster, unverarbeitete Verluste, abgespaltene Anteile – plötzlich sehr lebendig.
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Wenn man es nicht bewusst anschaut und begleitet, bleibt es wirksam und bestimmt weiter das Leben „von hinten“.
Jung betonte immer wieder, dass die bewusste Auseinandersetzung mit dem Schatten zwar schmerzhaft ist, aber die Voraussetzung für jede echte Integration darstellt.
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Fazit
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Dieser Nigredo-Traum und die bewusste Arbeit damit haben bei mir zu einer sehr klaren Konsequenz geführt.
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Ich habe erkannt, dass mein Nervensystem noch immer zu viel in einem Zustand von Daueralarm war, solange ich in alten, belastenden Beziehungen blieb.
Die intensive Konfrontation mit dem Zerfall des alten Familiensystems hat mir gezeigt, wie tief die alten Muster noch wirkten.
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Deshalb habe ich mich entschieden, den Kontakt zu meiner Familie und zu meiner ehemaligen engen Freundin abzubrechen.
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Nicht aus Hass, sondern weil ich verstanden habe, dass mein Vagusnerv nur dann wieder in seine ursprüngliche, regulierte Verfassung zurückfinden kann, wenn ich aufhöre, ständig alte Trigger und Verstrickungen in meinem Leben zu halten.
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Die bewusste Begleitung der Nigredo hat mir geholfen, diesen Schritt nicht nur zu denken, sondern auch wirklich zu vollziehen.
Der Abbruch war für mich kein Akt der Kälte, sondern ein Akt der Selbstachtung und der bewussten Entscheidung für meine eigene Heilung.
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Ihr seht also, dass ich nicht einfach mal gerade so „alchemistische Phasen“ durchgehe, sondern dass ich es vor allem als Beschreibungswerkzeug nutze, weil ich noch nicht alles in eigene Worte fassen kann.
Aber muss ich auch nicht, dafür kann ich mich ja erst einmal an das anlehnen, was schon geschrieben wurde und dann „meines“ hinzufügen.
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Seid gut zu Euch und denkt dran:
Seinem Unterbewusstsein und seiner übergeordneten Biochemie, seiner Seele und seinem eigentlich Wesen kann man nicht dauerhaft entkommen. Man kann es nur betäuben.
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Wir haben es alle in der Hand, uns entweder zu betäuben (oder betäuben zu lassen) oder eben nicht.
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So ein bisschen „rote und blaue Pille“ (Matrix).
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Das hat nichts mit Mut oder so zu tun, das ist eine Entscheidung und die ist wertneutral.
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Also dann starten wir mal mit dem „Nigredo-Traum vom 19.03.2026“
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Eure Moni
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