Eingangstext: Vita

07.02.2025

Schon gleich am Anfang, zeigte ich der Welt, dass ich mich nicht unterkriegen lasse. 

„Du kriegst mich nicht! Ätsch!“ 

 

Im Laufe meines Lebens hatte ich genau auch diese Haltung weiterentwickelt und das brachte mich auch genau bis hierhin, in ein Leben, das ich noch einmal so leben würde, um dort zu landen, wo ich jetzt bin. 

 

Ich will gleich mal meine Habenseite vorausschicken: 

 

1) Egal, wie sehr ich auf den Boden geknallt bin, ich habe mich bis heute doch immer wieder aufgerappelt!

2) Durch diese Tiefen und Aufknaller konnte ich auch die Höhen emotional, mental und körperlich erst so richtig ausschöpfen. 

3) Ich wählte wohl die Umwege, damit ich sein konnte, wie ich wirklich bin und wie ich wirklich sein möchte. Wäre ich den „Arbeiterweg“ gegangen, so gerne ich auch wollte, ich wäre zu abgelenkt gewesen, von dem, was werden sollte.

4) Durch die Umwege konnte ich meinen Geist dermaßen ausdehnen, dass ich Grenzen überschreiten konnte, vor denen sich die allermeisten fürchten. Dafür bin ich mehrmals „gestorben“ und „wiedergeboren“ worden innerhalb eines Lebens. Ich schöpfe den Lern- und Erfahrungsplaneten „Erde“ dadurch maximal aus! 

5) Wir reden nicht (nur) über Liebe und Philosophien, wir leben sie. 

6) Alles, was ich vermisste, konnte ich in meiner neuen Heimat finden. In ihr kann ich mich vollständig zertrümmern lassen und neu zusammensetzen und weiß, dass unter mir ein sicheres Auffangnetz gespannt ist.

 

Die wichtigsten Punkte:

 

7) Mein Leben ist reich an wunderbaren Weggefährtinnen und Weggefährten! 
 
Natürlich stehen mein Mann und meine Tochter an erster Stelle und wenn etwas nicht mit der Familie harmoniert, dann suchen wir einen anderen Weg. Es wäre leichter, einfach den eigenen Weg zu gehen (eine Karriere zu starten), aber dann mache ich mich unglaublich arm! Dann würde es mir gehen, wie den Millionären, die alles haben, außer einer liebenden Familie. 

Auch meine Horch-Reise unterlag und unterliegt der gemeinsamen Einverständnis. Manchmal bin ich etwas ausgeschert, weil vieles sehr intensiv war, aber letztendlich gleicht sich alles wieder so aus, dass es letztendlich dann einen Mehrwert für die Familie bringt und das weiß mein Mann, deshalb lässt er mir unglaublich viel Spielraum in der Selbstentfaltung und Selbstgestaltung und ist mein allergrößter Unterstützer!

 
8) Meine Schwerhörigkeit sehe ich nicht alleine als „Behinderung“!

 

Natürlich bringt sie mich an Grenzen, die mir das anknüpfen an die „Normalität“ („gesellschaftliche und arbeitsbezogene) deutlich erschweren, bis hin teils unmöglich machen/machten, aber inzwischen sehe ich es als „Haben“ an. 

Ohne diese Schwerhörigkeit könnte ich nicht so sehr in die Welt der Frequenzen eintauchen, wie ich es tue und weshalb hier auch der Blog entstand. Ich habe auch gelernt, mich als „Haben“ zu betrachten, nicht mehr als Belastung oder Bedürftige, weil meine Weggefährten auch durch mich ihren Horizont erweitern können. 

Bis jetzt war es oft so, dass auch meine Gegenüber/Weggefährten deshalb erst so richtig ihre Grenzen überschreiten und erleben konnten, um noch einen weiteren Entwicklungsschub zu erhalten.

Jahrzehntelange Erfahrungen erhalten so noch einmal frischen Schwung. 

Das macht mir Freude, das lässt mich als „Haben“ empfinden und hat mich inzwischen von immer mehr „Minderwertigkeitskomplexen“ befreit, die sich in den Jahren gebildet hatten, denn eine ganze Weile in meinem Leben, wurden diese auch von „Außen“ sehr bedient und gefördert. Das konnte ich überwinden und das gehört zu meinem persönlichen Reichtum.

Und: Ich konnte mir so meine „kindliche“ Neugierde bewahren! Wenn ich etwas neues lerne, fokussiere ich mich naturbedingt sehr darauf und dadurch lerne ich vieles sehr schnell und mit eben „kindlicher“ Freude (gut manchmal bin ich so hochkonzentriert, dass ich optisch „zu streng zu mir selbst wirke“, aber das sieht nur von Außen so schlimm aus ;-)). Das wiederum ermöglicht mir den tieferen Umgang mit z.B. Lehrenden/Begleitern/Beratern/damals auch Kommilitonen/Mitarbeitern/etc. und so intensiviert sich die gegenseitige Erfahrung.

So etwas müsste in meiner Bewerbung stehen… hm… aber das müsste auch von einer Firma als „Mehrwert“ betrachtet werden. Ich wäre für jede Firma ein „Haben“, denn ich bringe ständig frische Blickwinkel mit und habe ein fröhliches Gemüt.

Ich habe meine Habenseite deshalb vorangestellt, weil ich hier im Blog meine wirklich erlebten Gefühle beschreiben und den Weg bis hierhin authentisch wiedergeben möchte und das klingt sicherlich oft sehr traurig und betrübend. 

Der Grundtenor von meinem Blog „Horchiversum“ soll aufbauend wirken, doch zum Glück gehören Erfahrungen dazu, die vielleicht lange Zeit auch unglücklich machten. 

 

Bis gleich auf den weiteren Seiten!

Eure Moni

Hier geht es weiter zu den „Vita-Strängen“, einmal als Schwerhörige und einmal als „Moni“ erlebt und wie sich alles zusammengefügt hat: 

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